Tony Martin - Weltmeister im Einzelzeitfahren
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Bärenherz

Ich habe meine drei Löwen wieder

28. Jul 2015

150728_loewenNach dem Wochenende in Paris bin ich mittlerweile wieder zu Hause. Aber ich muss sagen, daß sich der Aufwand gelohnt hat. Es war schön, mein Team wieder zu sehen, das Finale zu erleben und meine drei Löwen habe ich jetzt auch wieder ;-)

Eine ganz neue und interessante Erfahrung war es für mich, die letzten Meter auf dem Champs-Elysees für die ARD kommentieren zu dürfen.

Die Ehrenrunde, die ich wie angekündigt mit meinem Team fahren wollte, ist übrigens flach gefallen. Einen Grund habe ich noch nicht erfahren. Ich fand es jedenfalls schade für die Fans.

Heute habe ich meine ersten Meter auf der Straße absolviert, nachdem das Kontrollröntgen den äußerlich gut wirkenden Heilungsverlauf bestätigt hat. Mein erstes kleines Ziel ist es nun, für die Cyclassics in Hamburg fit zu werden.

Zurück auf dem Rad

22. Jul 2015

Seit heute darf ich wieder aufs Rad. Die Entzündungswerte im Blut sind so okay, dass ich mich auch wieder belasten darf. Ich fahre früh eine Stunde und dann später noch mal zwei mit Kraftprogramm. Mein Ausfall mit Blick auf die WM hält sich also in Grenzen. Auf die Straße gehe ich vorerst nicht. Der Wiegetritt schmerzt noch.

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Erste Physio-Einheiten

16. Jul 2015

Hier wieder ein kurzes Update: Mittlerweile habe ich mit Physio begonnen. Es geht mir von Tag zu Tag besser. Mit Patrick Bender von Sanitas Vital, der mich mittlerweile vier Jahre betreut, versuche ich wieder volle Beweglichkeit zu erreichen und meine Muskulatur zu stimulieren. Bei der heutigen Einheit war auch das ZDF zu Besuch.

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Ich habe das Krankenhaus verlassen

13. Jul 2015

Heute früh konnte ich das BUK in Hamburg verlassen. Mein Arm hängt schon nicht mehr in einer Schlinge, damit ich nicht so viel Beweglichkeit einbüße. Mit dem Training lasse ich es aber erstmal ruhig angehen. Die ersten Tage der Heilung sind mit die wichtigsten. Danke an das gesamte Krankenhaus-Team. Ich habe mich sehr gut behandelt gefühlt.

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Jubel im Krankenbett und drei Löwen auf meinem Sitz

10. Jul 2015

Gestern Nacht haben wir es tatsächlich noch geschafft, ein Flugzeug zu organisieren, welches mich schnell nach Hamburg gebracht hat. Gegen 4.30 Uhr sind wir gelandet und 6 Uhr wurde ich im Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus operiert. Verlief alles gut soweit. Gegen 10 Uhr war ich wieder klar im Kopf, habe mich dann aber ausgeruht, weil ich lange nicht geschlafen hatte.

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Wegen gebrochenem Schlüsselbein raus

09. Jul 2015

So sieht ein offener Bruch aus. Leider kann ich deshalb auch nicht weiterfahren. Die Infektionsgefahr ist zu hoch. Ich muss so schnell wie möglich operiert werden. Allerdings weiß ich auch nicht, ob ich den Lenker schmerzfrei hätte halten können. Wir versuchen jetzt, so schnell wie möglich nach Hamburg zu kommen.

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Der zweite Löwe für den Bus

08. Jul 2015

Mein erster Tag in Gelb war nicht gerade der entspannteste. Schon in der Neutralisation war viel Nervosität zu spüren und danach gab es viele Stürze. Es war wahrscheinlich etwas langweilig, das Rennen heute am Fernsehen zu verfolgen. Viel ist nicht passiert und die Staffeln der Mannschaften sind fast nebeneinander gefahren, um ihre Leader vorne und so aus den Stürzen rauszuhalten.

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Sieg mit fremdem Rad und umgedrehten Bremsen

08. Jul 2015

Sorry für das verspätete Update. Dafür ist es ausführlicher. Nach unserer Feier gestern Abend inklusive Polonaise mit dem gesamten Stuff war mir die Regeneration für heute doch wichtiger, als mich noch an den Rechner zu setzen. Schließlich will ich das hart erkämpfte Trikot nicht gleich wieder verlieren. Es hat jetzt lange genug gedauert, es zu erobern.

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Wieder knapp vorbei aber nicht gestürzt

06. Jul 2015

Auch wenn ich das Trikot heute wieder knapp verpasst habe, will ich eher von einem glücklichen als von einem unglücklichen Tag sprechen. Ich bin froh, dass ich auf dem Rad geblieben bin und nicht in den Sturz verwickelt war. Es hat heute einige ziemlich stark erwischt. Im Finale waren meine Beine dann nicht so gut wie gestern.

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Das Gelbe wieder knapp verpasst

05. Jul 2015

Meine Moral wird derzeit auf eine harte Probe gestellt. Dieses Mal nicht wegen vieler Stürze sondern wegen des Wartens auf das Gelbe Trikot. Wir hatten es heute in der Hand und haben es wieder knapp nicht geschafft, nachdem ich gestern Zweiter geworden war. Unsere Mannschaft ist ein super starkes Rennen gefahren.

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Die Hitze hat mich getötet

04. Jul 2015

Nach dem verpassten Sieg heute bin ich natürlich zutiefst enttäuscht. Es war mein großes Ziel, das Gelbe Trikot zu erobern. Ich bin in Topform hier angereist und hatte auch zuletzt alles auf dieses Rennen ausgelegt. Ich kann mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorwerfen, etwas in der Vorbereitung falsch gemacht zu haben.

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Endlich geht es los

03. Jul 2015

Nach der Besichtigung der Strecke im abgesperrten Zustand bin ich noch zuversichtlicher für morgen. In den zwei Stunden, die ich heute auf dem Rad gesessen habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass sich der Kurs auch mit hohen Geschwindigkeiten gut fahren lässt. Ich bin absolut optimistisch und fokussiert auf mich.

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Konzentration auf das Zeitfahren

03. Jul 2015

Jetzt liegt auch die Präsentation hinter uns. Sie war schön, mit Anfahrt im Fluss auf einem kleinen Boot und einem herzlichen Empfang von tausenden Fans. Das hat mich nochmal richtig motiviert und jetzt freue ich mich umso mehr, dass es losgeht. Heute gibt es noch die offizielle Pressekonferenz und dann kann ich mich voll auf das Zeitfahren konzentrieren.

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Schöner Kurs durch Utrecht

02. Jul 2015

Es war die richtige Entscheidung, eher anzureisen und mir den Kurs in Ruhe anzuschauen. Mein erster Eindruck von der Strecke ist gut. Oft ist es nicht einfach, einen Stadtkurs zu planen, der sowohl für Sportler als auch Fans attraktiv ist. Gerade aus Sportlersicht bin ich aber recht zufrieden.

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Generalprobe für Utrecht

28. Jun 2015

Fünfter Sieg bei den Deutschen Meisterschaften - und ein in dieser Art nicht ganz erwarteter. Ehrlich gesagt, war ich vor dem Zeitfahren am Freitag etwas unsicher was meine Leistung angeht. Denn nach der Dauphine habe ich rausgenommen, weil sie intensiver war, als ich dachte und ich mich noch erholen musste.

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Zweiter Ausreißversuch bei der Dauphine

14. Jun 2015

Nach meiner Flucht vor zwei Tagen, ist mir heute wieder der Sprung in die Spitzengruppe geglückt. Rund 60 Kilometer vor dem Ziel habe ich aus der Gruppe heraus noch einmal attackiert und hatte dann maximal 4 Minuten Vorsprung auf das Feld und zwei auf meine früheren Begleiter. Im Finale hat das Feld aber ziemlich Druck gemacht, weil der Kampf um die Gesamtwertung noch im vollen Gange war.

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In der Spitzengruppe

12. Jun 2015

Wie geplant und mit der Mannschaft besprochen, ist es mir heute gelungen, in der Spitzengruppe zu fahren. Allerdings hatte ich nicht die Beine, um mit den großen Namen wie Nibali im Finale mitzuhalten. Es gibt schlimmeres, als von Ihnen abgehangen zu werden. Allerdings hätte ich in Normalform sicher konkurrenzfähig sein können.

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Zurückhaltung trotz guter Form

12. Jun 2015

In den letzten beiden Tagen ist aus meiner Sicht bei der Dauphine nicht viel passiert. Ich habe es ein bisschen ruhiger angehen lassen, weil ich merke, dass die Form schon ziemlich gut ist, es aber noch drei Wochen bis zur Tour sind. Vielleicht bietet sich mir in den nächsten Tagen noch die Möglichkeit, ein Ergebnis einzufahren.

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Zu schnell angegangen

09. Jun 2015

Klassisch versaut. Das ist kurz und knapp mein Fazit für das heutige Mannschaftszeitfahren hier bei der Dauphine. Wir sind auf den ersten drei Kilometern zu schnell angegangen und haben uns die Luft weggerissen. Bei mir persönlich war es nicht ganz so schlimm. Aber uns sind dadurch sehr früh zwei Leute verloren gegangen.

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Streckenbesichtigung mit fremder Hose

01. Jun 2015

In den letzten beiden Tagen habe ich die Pflasterstücken besichtigt, die bei der Tour auf uns warten. Dabei ging es mir darum, technische Sicherheit auf grobem Kopfsteinpflaster und Streckenkenntnis zu erlangen. Denn ich denke, die Etappe wird entscheidend für die Gesamtwertung sein.

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Mit erhofftem Sieg in die Rennpause

03. Mai 2015

Ich bin froh, dass ich das letzte Rennen des Frühjahrs mit einem Sieg abschließen konnte. Von nun an konzentriere ich mich voll und ganz auf die Vorbereitung auf die Tour de France. Bei dem Rennen heute bin ich den Erwartungen gerecht geworden, auch wenn ich gestern im Finale etwas abreißen lassen musste.

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Ich bin erschüttert und geschockt

30. Apr 2015

Das heutige Ergebnis hier von der Romandie ist angesichts der Nachrichten aus Frankfurt wirklich nebensächlich. Ich bin erschüttert und geschockt, dass das Rennen und vor allem die Fahrer, Betreuer und Fans Ziel eines Terroranschlages hätten werden können. Es tut mir für alle leid, die dort starten wollten. Die Profis, wie die Jedermänner, für alle, die sich vorbereitet und gefreut hatten.

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Wette: Wenn ich Weltmeister werde, kommt der Zopf ab

29. Apr 2015

Die erste lange Etappe der Tour de Romandie habe ich für mich zufriedenstellend beendet. Nachdem wir 20 Kilometer vor dem Ziel einen acht Kilometer langen Berg bezwingen mussten, erreichte ein nur stark dezimiertes Hauptfeld das Ziel. Ich war dabei und habe unseren neuen Young-Star Julien Alaphilippe, der sehr stark bei den Ardennenklassikern gefahren ist, den Sprint vorbereitet.

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Vierter Platz im Zeitfahren

28. Apr 2015

Leider hat es heute im Mannschaftszeitfahren bei der Tour de Romandie nur zu Platz vier gereicht. Unser Team ist etwas geschwächt. Durch die vielen krankheitsbedingten Ausfälle müssen wir gerade improvisieren, um die Rennen zu besetzen. Einige der Fahrer sind direkt von Lüttich-Bastogne-Lüttich hier in die Schweiz gekommen, ohne etwas Luft dranlassen zu können.

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Kwiatkowski gewinnt Amstel Gold Race

19. Apr 2015

Endlich haben wir unseren Klassiker-Sieg. Kwiatkowski hat unsere starke Mannschaftsleistung heute beim Amstel Gold Race veredelt. Meine Beine waren nach der sehr anspruchsvollen Baskenland-Rundfahrt noch nicht vollständig erholt. Immerhin bin ich dort auch nicht gerade im Schongang gefahren.

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Radwechsel wäre sinnvoll gewesen

12. Apr 2015

Das Zeitfahren war vom Profil leider zu schwer für mich. Die Abschnitte, in denen ich Zeit gegen die Bergfahrer herausfahren konnte, waren einfach zu kurz. Hinzu kommt, dass ich mit meiner Entscheidung hadere, für die komplette Strecke ein Zeitfahrrad genutzt zu haben. Bei Steigungen bis über 20% wäre ein Radwechsel im Nachhinein auf jeden Fall sinnvoll gewesen.

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Flucht nach vorn

10. Apr 2015

Wenn alles nichts hilft, dann nur die Flucht nach vorn. Also habe ich es mal wieder mit einem Mammutritt probiert und bin 100 Kilometer vor dem Ziel weggefahren. Die Chancen waren zwar nicht so groß. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Außerdem habe ich unverständlicherweise 20 Strafsekunden für Windschattenfahren hinterm Renndienstwagen aufgebrummt bekommen.

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Ich bin in Schlagdistanz

09. Apr 2015

Wie erhofft, lief es gestern schon deutlich besser. Meine Beine fühlen sich gut an und mit einem Rückstand von rund 40 Sekunden kann ich zufrieden sein, zumal ich auf den letzten 15 Kilometern noch selbstverschuldet gestürzt bin. Ich habe mir aber nichts getan, weil ich weich im Gras gelandet bin. Es war nur ziemlich schlammig, wie ihr an meinen Schuhen sehen könnt ;-)

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Leichte Etappe mit 3000 Höhenmetern

08. Apr 2015

Die vermeintlich einfachste Etappe der Baskenland-Rundfahrt hat mich gestern doch ziemlich leiden lassen. Immerhin hatten wir 3000 Höhenmeter zu meistern. Ich hatte leider noch nicht wirklich die besten Beine und das Tempo war von Beginn an hoch. Das Schwierigste an solchen Tagen ist es, die Moral nicht zu verlieren.

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