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TDF: Mein erster Tour-Etappensieg

So einen sprachlosen Co-Kommentator hatten die von der ARD wahrscheinlich noch nie. Am Ende habe ich nur noch gebannt auf den Monitor geschaut und gebangt, dass es für mich reicht. Evans kam zwischenzeitlich auf zwei Sekunden an mich ran. Das hat meine Zunge regelrecht gelähmt. Zum Glück hat es gereicht. Ich bin überglücklich, meine erste Touretappe gewonnen zu haben. Zwei Mal war ich schon Zweiter. Endlich hat es geklappt.

Auf den ersten paar Metern habe ich gemerkt, dass es heute ein guter Tag werden kann. Das Feeling hat gestimmt. Mein Rücken hat auch gehalten. Wir haben heute ein neues Tape probiert. Außerdem wird die Muskulatur in der Zeitfahrposition ganz anders beansprucht als auf dem normalen Straßenrad. Eine Schrecksekunde hattet übrigens nicht nur ihr am Fernseher, sondern auch ich, als ich fast auf den Mannschaftswagen geraucht bin. Aber ich dachte, eine bisschen Spannung muss sein. - Das war natürlich nicht ernst gemeint. Ich habe die Situation einfach falsch eingeschätzt.

Übrigens kann ich meiner Chaperon-Geschichte ein weiteres Kapitel hinzufügen. Nachdem ich bei dieser Tour schon einmal mit einem frühstücken musste, kam nun einer mit in die Kommentatorenkabine. Er darf mich ja nicht aus dem Auge lassen, also wurde es ganz schön eng da drin. Aber viel habe ich ehrlich gesagt davon nicht mitbekommen, weil ich wie paralysiert auf den Monitor geschaut habe.

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