Mittwoch, den 20. Juli 2011 um 19:54 Uhr
Ein besserer Feldweg. Mehr war das nicht, wo wir uns heute runterstürzen mussten. Es ist mir völlig unverständlich, wie uns die Organisation so eine gefährliche Abfahrt runterschicken kann. Schmal, kurvig, schlechter Belag. Es gab viele Situationen, in denen gerade so Stürze vermieden wurden. Auch Voeckler hatte richtig Glück, dass er in einer Kurve geradeaus in einen Bauernhof fahren konnte und dass da nicht eine Wand oder ein Abgrund war.
Der Anfang der Etappe war wieder megaschnell bis die Spitzengruppe stand. 60 bis 70 Kilometer hat das gedauert und dann waren alle froh, dass Europcar ein humanes Tempo angeschlagen hat. Wenn man sich so umschaut, blickt man in viele müde Gesichter. Jetzt in der letzten Tourwoche tut jeder Meter doppelt weh. Und da stehen uns noch zwei Hammeretappen mit Bergankuft auf dem Galibier und in Alpe d'Huez bevor.
Wir haben heute von weiten die weiße Spitze des Galibiers gesehen. Ich habe auch gehört, dass ein paar Freizeit-Radsportler von da oben gerettet werden mussten. Aber so weit ich weiß, wird die Strecke nicht verlegt. Wenn dann wird geräumt. Wir müssen ja gleich zwei Mal hoch. Morgen und dann auf dem Weg nach Alpe d'Huez noch einmal. Naja, wir werden sehen. Berghoch ist es ja nicht so schlimm. Da wird einem warm. Aber bergab ... Eine Winterjacke habe ich nicht in meinem Gepäck. Ein dicke Regenjacke muss reichen.