Sonntag, den 10. Juli 2011 um 20:58 Uhr
Heute bin ich einfach nur froh, heil über den Tag gekommen zu sein. Dass ich jetzt vom siebten auf den sechsten Platz vorgerückt bin, ist zwar vom Kopf her eine gute Ausgangsposition, wenn es am Dienstag nach dem morgigen Ruhetag weitergeht. Aber oberste Priorität war, nicht zu stürzen. Ich bin beim Massensturz leicht aufs Knie gefallen. Nicht der Rede wert, im Vergleich zu Winokurows gebrochenem Oberschenkel und van den Broecks Kopfverletzungen und Schulterblattbruch.
Insgesamt gibt es dieses Jahr sehr viele Stürze. Verkehrsinseln sind unbesetzt, gefährliche Stellen werden nicht angezeigt, es fehlen eben öfter Polizisten oder Ordner, die uns Fahrer mit Fahnen oder Pfeifen warnen. Auch die nasse Kurve auf der Abfahrt, wo sich heute der Massensturz ereignet hat, hätte angezeigt werden müssen. So ist es eigentlich gang und gäbe. In den vergangenen Jahren war die Tour insgesamt besser organisiert. Ja, ich sehe einen Zusammenhang zwischen der Organisation und den Stürzen. Wir werden hier zum Teil über mörderische Strecken gejagt. Die Straßen sind eng und schlecht. Man muss ständig vorne, am besten unter den ersten 15 fahren, um den größten Gefahren aus dem Weg zu gehen. Hoffentlich war es das mit schweren Stürzen bei dieser Tour.